Schlechte Zeiten für
die Wirtsleute des Rührberger Hofes

Mit
Beginn des 2. Weltkrieges im Jahre 1939 wurden zuerst die jungen Männer
und später die älteren Jahrgänge zu den Waffen gerufen, wodurch
die Wirtsstuben zusehens entleert wurden. Zu dieser allgemein nachlassenden
Frequenz des Gastwirtschaftsbetriebes, kam zu allem Übel noch die Beschlagnahme
des Wirtshauses mit gleichzeitiger Einquartierung durch die deutsche Wehrmacht
im Kriegsjahr 1944 Gegen Ende des 2. Weltkrieges und zwar Ende April 1945
wurde der Rührberger Hof durch die französische Besatzungsmacht
beschlagnahmt und diente einige Monate als Unterkunft für französische
Militärangehörige. Danach blieb des Wirtshaus geschlossen. Im Juli
1947 wurde die Rührberger Hof Wirtin Luise Thiele vom Landratsamt Lörrach
aufgefordert, das Wirtshaus wieder zu öffnen. Sie konnte jedoch eine
befristete Verlängerung für die weitere Schließung erreichen.
In ihrem Schreiben an das Landratsamt Lörrach berichtete sie, dass während
der deutschen und französischen Einquartierung fast sämtliche Einrichtungsgegenstände.
Geschirr und Gläser und sonstiges abhanden oder beschädigt wurde.

Ansicht
einer colorierten Fotopostkarte aus dem Jahre 1932
Ansicht
der Feldbergstrassee aus Richtung Wyhlen (colorierte Postkarte) im Jahre 1932
Die Wirtschaft
führte seine Tochter Luise Weiss, verw Thiele, im Sinne ihres Vaters
weiter (Konzession vom 30,06 1931). Die folgenden Jahre waren durch die Auswirkungen
der Anfang der 30er Jahre beginnenden Wettwirtschaftskrise. die sich auf das
Gastwirtschaftsgewerbe außerordentlich negativ bemerkbar machte, für
die Rührberghofwirtin Luise Thiele nicht einfach. Doch die mit ihren
beiden Brüdern betnebene Landwirtschaft brachte einen gewissen Ausgleich.